Besondere Tisch–Ereignisse

Orgelkonzert Auferstehungskirche
12.03.2009

Orgelkonzert Auferstehungskirche

Orgelkonzert in der Auferstehungskirche Oberkassel mit anschließendem Abendessen in den „Kitzbühler Stuben“ (mit Damen):

Presseartikel für die Zeitschrift „Das Tor“ über den Besuch der Tischgemeinschaft Wirtschaft am 13. März 2009 (nicht veröffentlicht):

                              Wo Sprache aufhört, beginnt Musik

Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Düsseldorf linksrheinisch“ besuchte die Tischgemeinschaft Wirtschaft am 13.März 2009 die Auferstehungskirche in Düsseldorf-Oberkassel, Arnulfstr. 33.

Unter dem damaligen Vorsitz des Bürgermeisters Nikolaus Knopp beschloss der Gemeinderat der Landgemeinde Heerdt am 1.Dezember 1908 die Vereinigung der Stadteile Heerdt, Lörick und Oberkassel mit der Stadt Düsseldorf zum 1.April 1909. Daher wird in diesem Jahr die einhundertjährige Eingemeindung der linksrheinischen Stadtteile in die Stadt Düsseldorf gefeiert.

Die Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf-Oberkassel beteiligt sich an den Feierlichkeiten mit einem „Bach-Jahr“ und wählte als Veranstaltungsschwerpunkt die Auferstehungskirche in Düsseldorf-Oberkassel, deren Kantorei fast zeitgleich mit der Grundsteinlegung im Jahr 1913 gegründet wurde. Seit 1933 wird sie von hauptamtlichen Kirchenmusikern geleitet.

Die Leitung der musikalischen Arbeit obliegt seit Juli 2002 Kantor Thorsten Göbel. Er erhielt bereits mit 7 Jahren seinen ersten Orgelunterricht. Nach erfolgreichem Studium an der Ecole Nationale de la Musique et de la Danse in Valence in den Fächern Tuba und Gesang erfolgte im Jahr 2000 das Studium der Evangelischen Kirchenmusik an der Musikhochschule Würzburg.

Die Heimatfreunde mit ihren Damen konnten sich keinen besseren Lehrer wünschen, der sie in die Welt und besonders in die Kirchenmusik des oft auch gerne als 5. Evangelisten bezeichneten Johann Sebastian Bach einwies, und darüber hinaus eine ausführliche Orgelbesichtigung und -erklärung durchführte.

 

Vor 5 Jahren wurde die Europa-Orgel „Felix Mendelssohn“ in der Auferstehungskirche eingeweiht und es bietet sich daher an, diese wunderschöne und große Orgel mit der Musik von Johann Sebastian Bach, die durch Felix Mendelssohn Bartholdy im 19. Jahrhundert wieder entdeckt wurde, erklingen zu lassen. In diesem Zusammenhang kann daran erinnert werden, dass Felix Mendelssohn Bartholdy von 1833 bis 1835 als städtischer Generalmusikdirektor in Düsseldorf tätig war.

Wir waren tief beeindruckt von diesem imposanten Musikinstrument und der Wissenschaft des Orgelbaus, die dahinter steht.  Die Größe der Orgel (50 m²) und ihr Innenleben konnten wir genauso bewundern wie das Orgelspiel des Kantors Thorsten Göbel.

Es war eine Bereicherung und Freude, seinen Kantaten zu lauschen und der Kirchenmusik näher zu kommen. Die Kantaten sind für den Gottesdienst geschrieben, folgen der Ordnung des Kirchenjahres und verbinden sich mit den Epistel- und Evangelienlesungen des jeweiligen Sonntags. Auch heute entfalten die Kantaten ihren Ausdruckswillen am natürlichsten im Gottesdienst.

Bach selbst hat geschrieben, was seine Musik bewirken möchte: delectare, docere, movere.

Sie soll den Menschen erfreuen, lehren und etwas bei ihm in Bewegung setzen. Dies ist dem Organisten in hervorragender Weise gelungen, und man kann den 5. Oberkasseler Orgelfrühling von April bis Mai 2009 in der Auferstehungskirche als musikalischen Leckerbissen zu Recht weiterempfehlen.

W.Rolshoven                                                   

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