Besondere Tisch–Ereignisse

Stiftungsfest der Düsseldorfer Jonges mit Ehrungen
20.03.2019

Stiftungsfest der Düsseldorfer Jonges mit Ehrungen

Unser Baas schreibt:

"Dienstag 19. März 2019

-           19:30 Uhr Treffen im Henkelsaal

-           20:00 Uhr Stiftungsfest, Ehrungen und Treuenadeln

Statt einer Ankündigung lest bitte dieses Schreiben des Präsidenten des Heimatvereins Düsseldorfer Jonges e.V.:

"                                                                 Düsseldorf im Januar 2019

Ehrungen des Heimatvereins

Sehr geehrter Herr Rayermann, lieber Tischbaas,

der Vorstand hat beschlossen, die folgenden Tischmitglieder der Tischgemeinschaft "Wirtschaft" für ihre herausragenden Leistungen um den Verein, seine Bestrebungen und Ziele auf unserem diesjährigen Stiftungsfest zu ehren:

>  Dr. Rainer Kluge erhält den Silbernen Radschläger auf Kugel

>  Dieter Dunkerbeck erhält die Goldene Ehrennadel.

Das Stiftungsfest findet statt am

                   Dienstag, dem 19. März 2019, um 20:00 Uhr

                   im Henkelsaal auf der Ratinger Strasse 25.

Der Vorstand wird die zu Ehrenden über die Auszeichnung unterrichten und sie zum Siftungsfest persönlich einladen. Ich freue mich, Sie und Ihre Tischgemeinschaft an diesem Abend im Henkelsaal begrüßen zu dürfen.

Mit heimatlichem Gruß                                                                                                                      von Düsseldorf und Rhein

gez. Wolfgang Rolshoven  "

Da es an diesem Abend traditionell Erbsensuppe und Altbier gratis gibt, ist das Treffen vorher im Füchschen gestrichen.

Die Geehrten werden uns jedoch anschließend zu einem [*)] Drink einladen.

[*) typisch Lit.: Nach so viel "Altbier gratis"  ist 1 Drink  wohl auch genug...]

Seid bitte pünktlich, denn wir sitzen am Vorstandstisch."

 

Pünktlich ja, aber ohne unseren Tischbaas, der leider grippig passen muss: Gerti allein zuhaus. In Scharen strömen 10 Wirtschaftstischfreunde herbei - mehr hätten's auch nicht sein dürfen, denn wir sitzen ja am Vorstandstisch. (Übrigens, Gerd, Altbier gibt's nicht mal da "gratis"! Jedenfalls für uns nicht.)

 

Auch Lit strömt herbei, wie oft bei solchen Ereignissen auf Ironie gebürstet und wohl noch ein wenig im Karnevalmodus, und staunt beim Reingehn:

Ene Besuch im Saal, jo im Henkel-Saal,

Nä wat is dat schön, nä, wat es dat schön.

Wenn de rin küss, sühst(e) do lange Desch,

Nä, wat sind di lang(k), nä, wat sin di lang(k).

Wigger dorch do setz dä Voorstand,

Nä, wat steht he voor, nä, wat steht he voor.

Janz am Äng, do kütt mer zu de Jubilare,

Nä, wat sin dat vell, dat sin unwahrscheinlich vell: 

Nicht ganz so vell wie im Vorjahr, da waren es ca. 120, aber mit 70 Honorandis doch wieder eine große Anzahl. So viele halt, dass sie nach einzelnen Ehrungskategorien gruppiert, also zeitaufwendig zu Vorstands-Handdruck, Urkunde und rotem Buch auf die Bühne gerufen kommen und mit des Baases (auch er noch etwas karnevalistisch:) "Abmarsch!" in den Applaus des Saales hinabsteigen. Mit bunten Musiktupfern aus dem Dixieland überbrücken die Pöötzke All Stars  mit hundertjährigem Banjo und einem Susaphone, das schon weiland vor Jericho am Wanken der Mauern beteiligt war, Ehrungs- und Erbsensuppenpausen.

Zwischen Auf- und Abmarsch stellt Baas Rolly die Geehrten, ihre Namen, früheren Auszeichnungen und aktuellen Ehrungsgründe jeweils in weniger als Halbminutentakt mit Leinwandunterstützung (fast zu) routiniert vor. OK, bei nur einer knappen Stunde Ehrzeit geht es nicht anders - Grund genug anzumerken: Sollte dieses Verfahren, mit dem jedenfalls nach Lits Auffassung die eigentlich auszudrückende Wertschätzung durch allzu große Personenzahl stark dilutiert wird, nicht grundsätzlich überdacht werden? Ehe demnächst jeder der seit wenigen Tagen > 3000 (Rolly: "!!") Düsseldorfer Jonges eine Nadel, eine Kugel, einen Sockel oder/und eine Medaille verehrt bekommen haben wird, könnte sich Lit, nun ernsthaft, folgende Alternative vorstellen:

Entweder

man verzichtet, zeitgemäß, künftig konsequent auf dieses Füllhorn an Ehrengaben und konzentriert sich auf 1 - 3 ganz besondere Ehrungsanlässe pro abgelaufenem Vereinsjahr und kann damit beim Stiftungsfest individuell Person und Grund formvollendet würdigen

oder

die Silber- und Goldnadel-Ausgezeichneten werden, zeitnah zum Stiftungsfest und vom Dienstagstreff abgekoppelt, separat vom Vorstand bei einem zünftigen Eintopf (ruhig mit Wurst) im Dauser Food Court oder den üblichen Brauereigaststätten geehrt und die der Zahl nach deutlich geringeren Kugel-, Sockel- und Medaillenträger mit mehr Zeit und Individualität weiterhin im Rahmen des Stiftungsfestes. (Ohne die Supp', denn um die Mehrkosten einzugrenzen, wird auf dem Stiftungsfest auf Frei-Suppe und Frei-Wasser für alle verzichtet, einen Teil des Rests werden schon die Gaststätten sponsern). Selbstverständlich finden sich alle Geehrten mit Namen, Vor-Ehrungen, Ehrungsgrund etc. im nächsten "Tor" und dort mit vielen Bildern wieder.

Für Ersteres spricht die Betonung des Besonderen Anlasses, für Zweiteres die (Lit von einem in hiesigen Lokalvereinsangelegenheiten bewanderten Tischfreund vermittelte) Befindlichkeit all derer, die sich lieber weiterhin in der traditionellen Form "Nadeln wie gehabt" geehrt sehen möchten, dann nur eben nicht auf dem Stiftungsfest selbst.

 

Nun aber zurück ins Hier und Heute:

 (unser Dieter "Old Schwurhand", links, und - nein, rechts steht nicht uns Rainer - sein Bild folgt, hoffentlich Frank, Du bist gefragt)

"Hallo Jonges,

wie bereits mitgeteilt werden Rainer und ich heute Abend geehrt.

Anlässlich der Ehrung haben wir im goldenen Kessel (schumacher) auf der Bolkerstr. ab 21.00 Uhr einen Tisch reserviert.

Freuen uns auf Euch. Rainer und Dieter"

Gern erwidert: "Salvete Rainer et Dieter, honorati et simul honoratiores! Literatus vos gratias agit! Et cum laetitia (sed sine Laetitia aut alter mulier) venit ad "Aenum Aureum" in vinculo vecchio. Honoris causa: "Acus Aurea" et "Homo Pugnax Rotae Stans in Globo/argente" alter per Dieter alter per Rainer, nostri estimati pueri tabulae economiae in Thusila Vicus Persilis, vulgo Vicus Thusselae."

Im Goldenen Kessel stimmen wir uns nicht ganz so stimmgewaltig - die Spekulation auf noch einige weitere Tischfreunde, die es zur Ehrung nicht hatten schaffen können, geht nicht auf - schon mal ein: 

For they're jolly good fellows, and so say all of us        (brit. Version, frühes 19. Jh.)

For they're jolly good fellows, and they're two of us!

For they're jolly good fellows, which nobody can deny!  (US-Version, kurz danach)

For they're jolly good fellows: they do not leave us dry! (Jonges-Version, frühes 21.)

Hooray! Hooray! Hooray!

Und ja, es gibt mehr als "einen Drink".

Und ja, Rolly und Sebastian kommen auch noch.

Und ja, es wurde gar nicht so spät.

 

 

 

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