Besondere Tisch–Ereignisse

Coronavirus (8) "Perfekt"! Vorstand schlägt Corona: Saalrückkehr (Mitgliederversammlung, Henkel-Abende)
16.10.2020

Coronavirus (8) "Perfekt"! Vorstand schlägt Corona: Saalrückkehr (Mitgliederversammlung, Henkel-Abende)

 

Das Besondere bislang, die Pandemie mit ständig steigenden Zahlen weltweit und nun auch wieder in Deutschland, ist nach 8 Monaten zur Normalität geworden, die Normalität nunmehr das Besondere.

Unsere neue Normalität in Düsseldorf:

- Mitgliederversammlung am 08.10.2020 in der Mitsubishi Electric Halle, sie findet tatsächlich statt. Unsere Vereinsoberen schlagen Corona ein Schnippchen (na ja, nur kurz): Knapp 180 teilnehmende Jonges lt. TOR 11/2020, also ca. 5% von aktuell 3.250 Mitgliedern. Wie das Foto im TOR zeigt, mehrheitlich "moribundi vos salutant" vulgo Angehörige oberer Alterskohorten (wie das in diesen Coronazeiten so hübsch heißt) - und drinnen, weil nicht vorgeschrieben, trägt kaum jemand einen Mund-Nasen-Schutz - außerdem: im Sitzen verbreitet sich das Virus ja nicht.  Der wichtigste TOP "Beitragserhöhung in 2 Schritten auf 65 € in 2021 und auf 75 Euro 2022" wird auf 1 Schritt gestutzt: 65 €, also 10 € mehr als derzeit. 127 oder 70 % der Anwesenden, das sind 4 % der Mitglieder, stimmen dafür, 38 dagegen. Gerade rechtzeitig, denn für 2019 verzeichnet der Verein erstmals ein Defizit (- 39.000 €), vor allem aufgrund stark rückläufigen Spendenaufkommens, was eine ordentliche Finanzplanung behindert. 

Abgesagt: 13. 10.2020 Stiftungsfest mit Ehrungen im Henkelsaal trotz eines  laut Vorstand "sehr guten, schlüssigen und detaillierten Hygiene- und Infektionsschutzkonzept des Betreibers des Henkel-Saals". Konzepte gut und schön - witzlos, solange sich viele Menschen ganz rasch nicht mehr daran halten (wie auch bei den Beachclub-Treffen der Jonges leider gesehen).

Nicht ganz freiwillig, aber endgültig sagt der Vorstand nun doch die Abende im Henkelsaal ab: "Leeve Jonges, aufgrund ... der aktuellen Corona-Regularien ... werden die Heimatabende bis auf weiteres dieses Jahr im Henkel-Saal nicht mehr stattfinden und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben...." 

 
Und die Stadt Düsseldorf plant unverdrossen weiter an Konzepten für  Weihnachtsmärkte inklusive Alkoholausschank (allerdings lt. Rheinischer Post ohne Hütten mit Kinderbetreuung!!) - jecker geht's kaum! (Spätere Anm.: Wurde auch nichts draus)

 

Derweil werden die Wirtschaftsjonges von einem Not-/Aufruf des Düsseldorfer "Kom(m)ödchen" aufgeschreckt, unterschrieben von einer großen Zahl performender Künstler, Impresarios..."DÜSSELDORF  BRAUCHT  KULTUR: MIT SICHERHEIT Das Ergebnis der jüngsten erlassverfügten Beschränkungen der Zuschauerzahlen durch Land und Stadt ist der Tod unserer bisherigen Kulturlandschaft. Die Düsseldorfer Kulturschaffenden werden dieses Vorgehen nicht kampflos akzeptieren! Wir fordern die Rücknahme des Erlasses!" "Habe schon Kontakt für nächste Woche..." signalisiert Rolly. Dazu ein 'grob gestrickter' Lit-Vorschlag für Rollys Gespräch mit 'dem' Kommödchen: "Google mal „fynn kliemann film“ zu (www.oderso.cool › doku)  Stream DOKU Fynn Kliemann 100.000 – Alles was ich nie ....

Grundsätzlich: Wer gewichtet zwischen allen auf Hilfe Angewiesenen, wer hebt/senkt den Daumen zu Überleben oder Verschwinden (ökonomische Triage)? Anhand welcher Berechtigung? Welcher Kriterien? Etwa wir Jonges mit Kriterium 'Querschnitt der Bevölkerung' statt 'Sachverstand'? Und: Wo bleiben da die Soloperformer ohne Lobby, ob 'ernste' oder 'leichte' Muse?

Und auch nicht ganz ohne ist die Frage: Gewinne in guten Zeiten ohne größere Vorsorge für den 'Laden' privatisieren, Verluste vergesellschaften? Anders: Wird der vorsichtig wirtschaftende Kaufmann, Künstler subventionslos bestraft, der Leichthändige mit Subvention belohnt? Bleibt noch Geld für eine neue Oper (ist sie überhaupt noch angemessen?), wichtiger: für die Schulinfrastruktur? UndUndUnd".

 

 

Derweil geht die Bevölkerung, davon gänzlich unberührt, wie im März wieder hamstern! "Leute kauft Klopapier, die Zeiten werden Scheiße!" stöhnte jemand mit Klopapier-vollbepacktem Einkaufswagen in der Metro-Kassenschlange (eine größere Zahl "Killepitsch" hatte er auch dabei, für die Reinigung von innen á la Trump sicherlich).

 

Wiederum fühlen sich Verschwörungstheoretiker, Regenschirm- und Aluhutträger (gegen die von Regierungs- und Milliardärsschurken ausgelöste Strahlung von oben), Rechts- und Linksaußen, Impfgegner etc.pp ermuntert, weiter die Existenz von Corona und damit die Notwendigkeit von A-H-A zu leugnen: Abstand? ja aber nur zur Regierung - Händewaschen?, gar nach dem Toilettengang, was für'n Quatsch - Atemmasken? nur für die Weicheier und 'sleepy Joes' dieser Welt.

 

 

Passend EIN GEDICHT VON ERICH KAESTNER, gekürzt und ein wenig auf Corona umgeschrieben(Original von 1959):

 


"Nasser November

Ziehen Sie ne Maske und die aeltsten Schuhe an,
Die in Ihrem Schrank vergessen stehn!
Denn Sie sollten wirklich dann und wann
Auch bei Regen durch die Strassen gehn.

 

Sicher werden Sie ein bisschen frieren,
Und Corona lässt die Strassen trostlos sein.
Doch trotz allem: gehn Sie nur spazieren!
Und, wenns irgend moeglich ist, allein.

 

Wenn sie doch zu mehr sein müssen

Oder unbedingt auch küssen,

Nehmen Sie Ihrn Teddybären

(er wird sich bestimmt nicht wehren!)

 

Aber nochmal: Gehn Sie nur spazieren!

Keine Kneipen, Restaurants und Bars!

So, das wars."

 

 

Ausblicke: ??

"Für die Wirtschaft: Unternehmen sollten trotz aller gegenwärtigen Nöte schon jetzt prüfen, ob ihr Geschäftsmodell von vor Corona auch nach Corona noch Zukunft hat. Corona zwingt die Veranwortlichen auf geradezu brachiale Weise, sämtliche Geschäftsfelder und Investitionen auf den Prüfstand zu stellen. Zukunft hat nur, was positiven Ergebnisbeitrag verspricht - spätestens nach dem Ende der Pandemie. Und das wird kommen - irgendwann." N.N.

 

Fortsetzung 28.01.2021                                                                                                                                                 

 

 

 

 

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