Besondere Tisch–Ereignisse

"Der Oper neue Kleider" Zwischenspiel
29.07.2021

"Der Oper neue Kleider" Zwischenspiel

Fortsetzung v. 29. Mai 2021

 

Zwischenspiel "Lits Traum vom Düsseldorfer Stadtteil Schöne Künste"

Musik angelehnt an Mozart "Die Zauberflöte", 1. Akt, Papageno "Erklinge Glockenspiel, erklinge!"

Zu dem vereinsseitig erwünschten Einstieg der Jonges in die Diskussion hier Lits großspurige Vorstellung für ein solches Unterfangen, Bilbao- also stadtbaumäßigmäßig weit über ein einzelnes Gebäude hinausgehend (Auszug aus dem Auszug seiner Stellungnahme an OB Dr. Keller im "TOR" 08/2021, S. 08f.):

 

Erweitert man den Gedanken eines singulären "Leuchtturms" um große internationale Beispiele der Verknüpfung einer Museums- oder Musikbau-Ikone mit ambitionierten städtebaulichen Anstrengungen, so ließe sich ein Düsseldorfer "Weltniveau-Wumms" skizzieren: Das unbelebte, in Medienhafennähe auf Hotels und Geschäftshäuser, weiter hinten auf gewerblichen Altbestand beschränkte ehemalige Hafengelände zwischen Fluss, Bahngleisen und Eisenbahnbrücke käme ins Spiel. Aber mit einem großen Wurf als neuer urbaner Düsseldorfer Stadtteil „Schöne Künste“, dessen Mittelpunkt ein spektakulär gebauter, ans Rheinufer als weithin 360 °-sichtbarer ‚Leuchtturm‘ plazierter „Rheinpalais der Schönen Künste“. Und wenn man das gar, gleich daneben, mit einem ebenfalls spektakulären (Modern) Arts Museum On The Rhine ähnlich dem am Wasser gelegenen Kopenhagener „Museum Louisiana“ verbände, hätte man gleich 2 Leuchttürme als globales Alleinstellungsmerkmal zur ‚Beschleunigung‘ des internationalen Tourismus! Es entstünde ein neuer Stadtteil mit umfangreicher Wohnbebauung für dort lebende Menschen, mit weiteren Gebäudeperlen, gar mit kleinen Nebenkanälen (Amsterdam-Feeling; Stichwort Hochwasser hier unbetrachtet) und einer dann erstklassigen verkehrstechnischen Anbindung des öffentlichen und privaten Nahverkehrs einschließlich einer, warum nicht, quasi fußläufigen shuttle ferry hinüber vom/zum Kasemattenanleger. Allerdings: Da sprechen wir von ganz anderen finanziellen Größenordnungen – aber auch von wirklichen Zukunftschancen! Es müsste ‚mit dem Teufel zugehen‘, wenn sich für eine solche Stadtteilentwicklung nicht finanzstarke Investoren fänden. Der Schock über Elphis Mehrkosten ist längst Hamburger Zuversicht gewichen, mit Hilfe der wirtschaftlichen Effekte des neuen Stadtteils langfristig insgesamt positiv zu bilanzieren.

 

Eine Vision mit direktem Lit-Weg zum Arzt oder Psychiater , wie von Altkanzler Helmut Schmidt vorgeschlagen: "Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“? Nein, ein Lit-Traum zum Thema "Leuchtturmprojekt auf Weltniveau" mit "Bilbao-Effekt".

Zu groß geträumt für Düsseldorf, wiewohl ein grandioses Jahrhundertprojekt zur Abrundung der Stadtneuerfindung mit Rheinufertunnel, Köbögen 1 und 2?

Klar, halt ein Traum. Und, ebenso klar, 'Träume sind Schäume', weiß auch

Lit

 

Oder könnte vielleicht, ganz vielleicht - musikalisch untermalt von "Freude schöner Götterfunken - "Victor Hugos viel strapaziertes „Nichts auf der Welt ist so mächtig wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist“ Platz greifen?

 

 

 

Musik, kakophonisch wie in Cherubinis "Il Crescendo/Der Lärm", 1. Akt

Unverdrossen, vielstimmig diskutiert man in Düsseldorf ausschließlich Standortvarianten und die äußere Gestalt des Gebäudes, fordert z.B. in der Rheinischen Post gar "Die Oper als Vitaminspritze [sic!] für die City ... auf dem Grundstück des ehemaligen Kaufhofs, mit gläserner Rückwand für einen beeindruckenden Blick über die Stadt". 750++ Mio. Euro für eine Vitaminspritze?

 

Wäre dies ein "Leuchtturm von Weltformat"? Trumm-mäßig, mit den aufeinander getürmten Klötzen einem Hochhaus in einer chinesischen Stadt nicht unähnlich (Album "Städtebau China" o.ä.)

                                                           NRW: Geteilte Reaktionen auf Wehrhahn-Entwürfe

 

Begleitstil Klagelied altgriechischer Tragödien "οἴμοι, οἴμοι!", hat sich denn keiner angesehen, wie eng eingeklemmt der Kaufhofstandort in der Nachbarbebauung auf der Schadowstraße, der Tonhallenstraße, rückwärts der Oststraße liegt, erdrückt von solchen sich auftürmenden Kuben? Und wie das Karstadt-Gebäude gegenüber die Sicht auf den von den Architekten hier  toll und licht dargestellten Entwurf einschränkte? Man müsste 'Karstadt' gleich mit abreißen, damit chinesische und sonstige internationale Touristen in 6-stelliger Jahreszahl dafür hierher kommen.

 

Noch 'n (sehr goutierter) Bau- und Standort-Vorschlag eines hiesigen Architekturbüros: Am - je nach Sichtweise - beginnenden bzw. endenden Teil, also südlicher Kö zwischen Graf-Adolf-Platz und Hotel Interconti Abriss des dort stehenden Telekom-Gebäudes, die Oper in Dachfirstflucht eingereiht als "prägnanter Abschluß der KÖ" bis hinüber auf den Graf-Adolf-Platz. "Weltniveau-Leuchtturm"? Bilbao-Effekt? Um das einmal in ihrem Leben zu sehen, kommen ganz sicher Touristen von weither - also beispielsweise aus Mettmann oder Autoposer aus dem Ruhrgebiet...

 

 

Vielleicht wird der Jonges-Vorstand nun inhaltlich Konkretes herauskitzeln, der plant, am 24. August - treibgutmäßig im Stahlwerk, sofern regenfrei - das Ergebnis der Mitgliederbefragung zum Thema Oper zu verkünden und dies mit einer Podiumsdiskussion zu verbinden:

 

Vizebaas Frank schreibt der Tischgemeinschaft:

"Jongesabend 24. August im Treibgut (Stahlwerk):

Liebe Jonges, zusätzlich zu dem bereits vereinbarten Termin am 31. August möchte ich auch auf den Heimatabend am 24. August hinweisen. Hier soll über die Zukunft der Düsseldorfer Oper gesprochen werden: "Forum Opernhaus Ein Leuchtturm für Düsseldorf oder Millionengrab mit Ansage? Düsseldorf diskutiert über eine neue Oper“. Es handelt sich um ein sehr wichtiges Thema, das die Zukunft unserer Stadt betrifft und ich denke, dass es lohnt, teilzunehmen, auch um zu erfahren, wie weit die Entscheidungsfindung bereits voran geschritten ist. Unser Tischfreund Uwe Stiebale ist Teilnehmer,... zusammen mit Bürgermeisterin C. Gerlach, RSH-Musikprofessor/Keyboarder/Komponist D. Falk, Geschäftsführer Lindner Invest J. Lindner und Opern-Generalintendant Prof. Chr. Meyer, moderiert von den NullVier-Journalisten Chr. Herrendorf und H. Onkelbach [= "Vergesst die Oper – sie ist von vorgestern"].

Ich melde uns als Tisch an.

Viele Grüße! Gerd – Klaus - Frank

Wer Interesse hat ..."

 

PS 6 Tischfreunde hatten solches - ohne Rolly, Sebastian und Uwe gezählt. Unseres Tischbaas' Gerd Kommentar zum Ablauf mag genügen: "Zu lang der Vortrag der Befragungsergebnisse, damit zu kurz das Podiumsgespräch, schlechte Akustik, schlechte Sicht auf die Teilnehmer, keine Beleuchtung - als es dunkel wurde, konnten wir Euch nicht mal mehr sehen. Und ob die Jonges das richtige Gremium für dieses Thema sind?"

 

 

 

 3. Akt "Ernüchterung" 15.09.2021

 

 

 

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