Besondere Tisch–Ereignisse

Jahresversammlung Verein 02.11.2021, Wahlen
03.11.2021

Jahresversammlung Verein 02.11.2021, Wahlen

"Heimatverein Düsseldorfer Jonges e.V.

2. November Einlass 17:30, Beginn 19:00 Uhr

MITGLIEDERVERSAMMLUNG, im Henkel-Saal.

Moderator: WOLFGANG ROLSHOVEN / Vorstand."

"An diesem Abend", kommentiert unser neuer Tischbaas Frank, "stehen unsere Tischfreunde Rolly und Sebastian zur Wiederwahl an. Und unser frisch aufgenommener Tischfreund Maximilian Schönauer tritt für die Wahl zum Stadtbildpfleger an.

Wir werden uns an diesem Tag schon um 17:30 Uhr im Füchschen treffen, damit jeder vorher noch etwas Essen und Trinken kann." (Aber bitte zügig kauen und schlucken! Denn, s.o., Einlass Henkelsaal auch schon ab 17:30 vons wejens CC Corona-Controllens.)

 

In einer lockeren kurzen Vorstellungsrede stellt sich unser frisch gekürter Tischfreund Maximilian Schönauer, schon länger tischloser Jong, der Mitgliederversammlung von 239 Jonges  als - vom Vorstand gewohnt ohne Gegenkandidaten gesetzter - Stadtbildpfleger im Vereinsvorstand vor. Da diese Vereinsfunktion an unserem Tisch noch nicht vorgekommen ist, unten seine für alle Zeiten unseres Tisches festgehaltene 'Bewerbungsrede'.

Maximilian kommt damit so gut an, dass er laut TOR, Nr. 12, S. 08, mit 96,9 % das beste Wahlergebnis der 7 Kandidaten, also 5 zur Wiederwahl angestandenen und 2 neuer Vorstände, erzielt.

Nicht ganz überraschend sind alle 7 Vorstände für die nächsten 3 Jahre mit besten Zustimmungswerten gewählt, ist Rolly weiter unser Vereinspräsident (Baas), bleibt Sebastian unser Vizebaas. 3 Vorstände gestellt vom Tisch Wirtschaft - erstaunlich, dass kein Murren zu vernehmen war.

 

 

"Guten Abend leeve Jonges,

mein Name ist Maximilian Schönauer.

Ich möchte gern Euer neuer Stadtbildpfleger werden.

Seit 2015 bin ich bei den Düsseldorfer Jonges, Zeit, nun für den Verein aktiv zu werden. Und zwar im Amt des Stadtbildpflegers. Warum gerade dort? Nun, einfach gesagt, mein architektonischer Hintergrund, meine Heimat Düsseldorf, deren Vergangenheit und Zukunft und besonders die Möglichkeit, daran als Stadtbildpfleger mit dem Gewicht unseres Vereins in der Stadt mitzuwirken.

 

Ein paar persönliche Informationen:

Am 1. März 1990 in Düsseldorf geboren, bin ich die ersten 5 Jahre im Zooviertel und ab dann in Meerbusch Büderich aufgewachsen. Meine Schullaufbahn begann in Büderich und endete - mit einem Zwischenstopp am Internat in England - schließlich am Bonner Aloisius-Kolleg.

Danach arbeitete ich ein Jahr in einer Schreinerei in Heerdt und begann anschließend mein Architekturstudium in Detmold. Nach dem dortigen Bachelorabschluss zog es mich zurück in die Heimat, um in einem Architekturbüro in Oberkassel zu arbeiten. Und parallel zum Job hier meinen Master in Architektur zu machen. Zwischenzeitlich wechselte ich in das Büro, in dem ich heute arbeite.

Seit 2014 wohne ich auf der Andreasstraße in der Altstadt, wo ich die Stadt von einer ganz anderen Seite kennen lernte: Quirliges, lautes Nachtleben na klar, doch begegne ich auch einem lebendigen, wachen Alltag. Ich habe seitdem die Stadt auf eine neue Art und Weise liebgewonnen. Ich nehme die vielseitigen und kulturellen Angebote in der direkten Umgebung wahr, genieße den zentralen Wohnort. Kurz, fühle mich angekommen und zuhause.

Daraus hat sich immer stärker meine Neugierde auf, mein Interesse an Düsseldorf als Stadtgebilde und an seiner vielfältigen Kultur entwickelt. Ich stelle mir vor, dass ich im Amt des Stadtbildpflegers dieses Interesse, diese Neugier für die Stadtentwicklung, für den Verein leben kann, also nützlich in aktives Tun umsetzen kann.   

 

Es wäre mir Ehre und Freude, durch Eure Wahl dieses Amt für die Düsseldorfer Jonges ausüben zu dürfen.

 

Auf einen Nenner gebracht mein Verständnis der Stadtbildpflege:

Sie ist Erhalt, Wiederherstellung, Verbesserung – und auch das Begleiten von Neuem

  • Erhalt dessen, was Düsseldorf ausmacht
  • Wiederherstellung, was an Erhaltenswertem über die Zeit abhandengekommen ist
  • Beseitigung von Defiziten (darin gegebenenfalls auch die Anpassung an zeitliche Veränderungen in Stil und Geschmack, Auffassungen und Normen)
  • Aktives Mitwirken unseres Vereins an neuen städtebaulichen Plänen und Entwicklungen und, ja, auch unsere bekannt kritische, doch stets konstruktive Begleitung

 

Es gibt im Baurecht den Begriff des „Milieuschutzes“. Sein Ziel ist, verkürzt erklärt, die Eigenart eines Viertels ohne Musealisierung zu erhalten, darin eingeschlossen Gentrifizierung zu vermeiden oder durch behutsames Gestalten abzumildern. Überträgt man diesen Gedanken vom Stadtviertel auf die Stadt als Ganze, entsteht das Bild, das ich von der Stadtbildpflege habe: Erhaltenswertes zu erhalten, an Vergessenes zu erinnern, Defizite ‚abzumahnen‘ und Neues im Sinne des heimatlichen Stadtgefühls entstehen zu lassen.

 

Diese für Düsseldorf wichtigen und schönen Belange mit der Stimme von über 3.200 Düsseldorfer Jonges zu kommunizieren und voranzutreiben, ist mein Ziel.

 

Gespräche mit dem amtierenden Stadtbildpfleger Jan-Hinnerk Meyer über die Aufgaben und Details haben mich darin bestärkt, mich für dieses Amt zu bewerben. Die Pflege und Weiterentwicklung des Düsseldorfer Stadtbildes von Ideen bis zu deren Umsetzung, die vielseitigen Schritte auf diesem Weg möchte ich in Zukunft gerne in Eurem Namen, dem der Düsseldorfer Jonges, begleiten und gestalten.

 

Über Eure Zustimmung und Unterstützung würde ich mich sehr freuen und danke für Eure Aufmerksamkeit!"

 

Alles andere vereinsrechtliche Routine - von Rolly 'durchgepeitscht', wie er sich das in jüngerer Zeit angewöhnt hat. Man merkt die Erfahrung von 9 Jahren Baas-Sein.

 

 

Alle News anzeigen