Besondere Tisch–Ereignisse
22:27 Uhr
18./19. September Oldtimer -Tour des Tisches vom Rhein an den Rhein und zurück
Seit Anfang Mai wird es konket, Patric, Philip und Jobst

beginnen mit der Planung für voraussichtlich 13 Fahrer/Beifahrer in 11 Oldtimern ab 'Pagode' und 'W111' hoch bis zum Young Timer. Am 19. Juli kursiert ein liebevoll auf 12 Seiten gestaltetes Oldtimer-Tour-Briefing "Düsseldorfer Jonges Tisch Wirtschaft Oldtimer Tour Rheinland - Eifel - Mosel - Rheingau Freitag 18.- Samstag 19. September 2026".
Herzlicher Dank für die tolle Routenplanung, Applaus für die super Organisation und Vorfreude auf Fahrt und Zusammensein schwappen prompt durch die speziell angelegte Oldtimer-WhatsApp bis, ja bis
sich die Teilnehmer an einem wunderschönen Spätsommer-/Frühherbst-Freitag

um 9:30 h am Parkplatz Margaretenhöhe treffen, die Besatzungen mehrerer Porsche, 1 Iso Riva, 1 Mercedes Coupè W111, 1 Mercedes Pagode (als Cabrio), 1 318-H BMW und 2 Youngtimer (Aston Martin, Mercedes SL), um kurz darauf bei Königswinter per Fähre (trotz Rhein-Niedrigstwasser) denselben zu überqueren.

Eine von unseren drei Planmeistern bestens ausgetüftelte Route kurvt uns oldtimerfreundlich, also zügig-gemütlich ohne Rallyeambitionen über reizvoll zu fahrende Straßen der (zumeist) Kategorie L mit gelegentlich verzwickteren Übergängen - gut, dass Trossfahrer Patric Walkie-Talkies für die Verständigung von Auto zu Auto verteilt hatte - ebenso wie ausreichende Mengen an San Pellegrino.
Auch für's Auge gedacht, geht es am Rande der schönen Eifel entlang und durch diese hindurch (örtliches Stichwort Nürburgring bei Adenau) zur Mittagsrast nach Treis Garden an der Mosel unweit Cochem.
Frisch gestärkt,

bringt uns das Netz der L-Straßen durch die schöne Landschaft am Rande des Hunsrück bis ins rheinhessische Eltville, Ortsteil Erbach.
Einhellig das Lob: "Da habt Ihr eine tolle Strecke ausgetüftelt!", während der Fahrt auf der auf's iPhone mitgelieferten Streckenführung gut zu verfolgen, sodass auch Tanknachzügler pünktlich eintrudeln und den Parkplatz des Tillmanns Hotels mit schönen Autos füllen:

nicht nur zur Freude des Tischbaas'
,
sondern auch anderer Hotelgäste, die bewundernd auf die schönen Autos schauen.
Übernachtung bei Tillmanns, einem alten Weingut, entstanden zu Zeiten, als Winzer Topverdiener waren, wie viele architektonische Reminiszenzen im Hause verraten: Vom schön gestalteten Speisesaal mit Buntglas-Oberlicht und Kristalllüstern bis hin zu kleinen Dingen wie den von Jürgen bewunderten alten Beschlägen an den Handläufen der Treppe. Französischer Chateau-Charakter halt.
Der leicht verwitterte Parkplatzwächter am Hotel
Was kratzt es den Affen (von alters her Sinnbild des Weinrausches),
Wenn ihn die Hunde ankläffen! (jedenfalls bis der Kater kommt)
Nach kurzem Verschnaufen geht's zu Fuß die Haupstraße entlang zum VDP-Weingut Freiherr zu Knyphausen

Kurze Führung mit Weinverkostung in persona Frederik Baron Knyphausen

der, jugendlich-frisch als früherer Banker in 8. Generation dem Ruf des Weines und der Familie an die Spitze des Weingut-Wirtschaftsbetriebes gefolgt war. Die Familie stammt ursprünglich 14. Jh. erste Erwähnung des Stammherrn), wer hätte das bei "Wein" gedacht, aus Ostfriesland. Ohne "Moin moin!"gibt Baron Frederik einen launigen Einblick in seine Arbeit und die aktuelle Problemwelt gehobener VDP-Winzerei. Ein schwieriges Metier heutzutage bei welt- (China, USA!) und deutschlandweit rückläufigen Verzehr-Hektolitern; von alkoholfreien Weinen hält er nichts - wenn er da mal nicht einen Großtrend verpasst! Winzerdasein ist weder von der Arbeit noch aktuell von den Finanzen her ein Zuckerschlecken - nun ja, Zucker im Wein ist seit der Moselpanscherei vor Jahren ja auch nicht gern gehört.
Unterwegs beim Gang über den Gutshof gibt es natürlich den ersten Einschluck von der hier angebauten Rebpalette, vom bruten VDP Riesling-Sekt (19,50€) über die Gutsweine und hausentwickelte Spezialitäten (Experimentier-Cuvée "Historischer Rebensatz") zur "Ersten Lage Erbacher Steinmorgen Riesling Bio" zum für eine Erste Rheingau-Lage vergleichsweise zurückhaltenden Preis von 19,50 Euro.
Näher Interessierten zu Gut und Wein sei die Homepage anempfohlen. Oder ein Weinführer:

Zum Degustationsessen "im modernen Genusstrend des Sharing-Plates-Konzepts" im "1818 – Gutsrestaurant & Weinbar" (mit dem 1818 hat es eine vom Berichterstatter verpasste Bewandnis) gibt es natürlich weitere Gelegenheit, diese verschiedenen Gewächse auch in größeren Schlucken zu einer asiatisch angehauchten Fusionküche zu genießen, "ein entspanntes und kommunikatives Genusserlebnis, "Rheingauer Klassiker und gutbürgerliche Küche modern interpretiert", heißt es in der Werbung, mit erstaunlich guter Küchenqualität für eine außengastronomische "Weinlounge".

Euer Berichterstatter muss mit Kommentaren zu den dazu gereichten Degustationsweinen mangels Mitgeniessens passen - der zum Fleisch probierte Rotwein von einem befreundeten chilenischen Weingut allerdings sagt ihm nicht zu, unfreundlich-kratzig im Abgang.
"Kommunikatives Genusserlebnis" trifft es völlig richtig, denn dem Geräuschpegel nach sitzen weit mehr als 13 Jonges am Tisch - auch wenn sich einige von uns, einer vor wenigen Jahren eingerissenen, nicht so schönen, weil unkommunikativen Tisch-Gewohnheit folgend, frühzeitig zum Zigarrenrauchen nach draußen absentieren. Schon die bis vor 23 Uhr, Aufbruch des Berichterstatters, zügig geleerten zahlreichen Flaschen zeugen davon, dass die Weine gut angenommen werden, also gemundet haben müssen. Schon gar der Zigarrenfraktion (am nächsten Tag heißt es, der eine oder andere habe dort hintereinander 3 Zigarren geschmaucht - das ist, glaubt Euer dazu weniger kundiger Berichterstatter, nicht gerade Tabakkolleg-Niveau). Bis zum Kehraus lange nach Mitternacht lauern die verbliebenen 'harten Männer', zu ihrem großen Bedauern vergebens, auf die Weinkönigin - die Enttäuschung lässt sich indes aam folgenden Morgengut hinunterspülen.
Einige etwas glasige Äuglein beim Frühstück lassen hoffen, dass sie zu Mit-Fahrern gehören, nicht zu den Piloten.
Zwischen 10 und 11 Uhr wird zur Rückfahrt geblasen (nicht ins Röhrchen!).
Für Magnus gilt allerdings: Wer Bacchus liebt, der schiebt! - allerdings nicht, was Ihr weinmäßig denkt, vielmehr das allgegenwärtige Pech des Oldtimerfans, 'ne technische Fahrzeug-disposition: Die Gänge gehen nicht rein, da hilft dann auch kein Schieben.
Der Pulk fährt über Bad Schwalbach, Katzenelnbogen - Limburg/Lahn mit Burg Elz rechts liegen lassend - am Naturpark Nassau vorbei über Montabaur nach Vallendar nahe Koblenz, wo sich die Wege trennen. Den Berichterstatter führt es stattdessen an der Seite von Jürgen durch das immer wieder schöne Rheintal mit den traditionsreichen Namen der Winzerdörfer des Rheingaus über die Loreley - mit immer neuen Blicken auf den trocken fallenden Rhein - von Rheinhessen zurück zum Niedrrhein.
Die Marksburg hoch über Braubach, die einzige nie zerstörte Höhenburg am Mittelrhein (vor rd. 900 Jahren gegründet, der markante Ausbau zwischen 13. bis 15. sowie 18.Jh.)
Durchweg begeisterte Kommentare nach getaner Fahrt: "Euch 'Drei von der Plan-Stelle' sehr herzlichen Dank für die tolle Route und den prima Zielort Eltville-Erbach mit nettem Hotel und Einkehr beim Baron K.!". "Allen Organisatoren vielen Dank für die geleistete Arbeit und die gute Koordination. Mit Freude auf eine Wiederholung." "Danke Euch für ein schönes Wochenende!" "Es war für mich eine sehr kurzweilige Veranstaltung mit netten Freunden." "...vielen dank für diesen tollen Tripp. hat richtig Spaß gemacht. Gerne ab jetzt jedes Jahr." "Es war mir eine große Freude... Ganz tolle Orga, mega Strecke! Next time Schottland...vlt. auch das Bergische als Startpunkt....?" "Ganz herzlichen Dank für Idee und Durchführung. Eine tolle Strecke - Deutschland kann richtig schön sein - und Alles Andere auch 1 mit *. Zur Wiederholung notiert. Auf ein Neues!" "Als aktiver Beifahrer danke ich allen Initiatoren für diese sehr tollen und erfrischenden Stunden, obwohl wir die Weinkönigin ncht getroffen haben. Bin gleichwohl gerne wieder dabei." "Vielen Dank für die schöne Zeit! Das machen wir sicher noch einmal. Vielleicht treffen wir ja dann die Weinkönigin." "Danke nochmal für die perfekte Orga und überhaupt!" "Ganz lieben Dank für dieses tolle Event und die perfekte Durchführung." "Erneut herzlichen Dank für die Fahrt in Deinem wunderschönen Coupé durch die sonnenverwöhnten frühherbstlichen Lande!" "Wir haben zu wenig getrunken - ganz herzlichen Dank für die Mega Organisation und tolle Strecke!!"
Ein Blick auf den Fahrzeug-Korso:

Iso Riva



